mittagsgedanken (23/12): lorbeeren
24. Februar 2012 Hinterlasse einen Kommentar
übergangspräsident seehofer hat dem formel1-fahrer sebastian vettel heute das silberne lorbeerblatt verliehen, immerhin die höchste auszeichnung für sportliche leistungen, die die bundesrepublik am start hat. nun bin ich mir sicher, dass vettel ganz toll auto fährt und überhaupt ein wirklich netter kerl ist.
aber. man muss sich einmal vorurteilsfrei vor augen halten, was im sogenannten motorsport passiert. zunächst ist jeder fahrer maximal so gut wie das material, in dem er sitzt. von chancengleichheit kann also keine rede sein, was im grunde so ziemlich allem widerspricht, was man im allgemeinen unter einem sportlichen wettstreit versteht. mit diesem material fährt man dann sschnellstmöglich im kreis, wobei man unmengen kraftstoff verbraucht, noch mehr umweltschädliche gase in die luft bläst und auch sonst jede menge müll produziert.
wieso wird man für so etwas vom deutschen präsidenten ausgezeichnet? wieso nicht der ingenieur, der das auto konstruiert hat? oder die mechaniker, die das ding zusammengeflanscht haben? es mag so manch einem nicht gefallen, aber in zeiten, wo man sich immer mehr gedanken über klima-erwärmung, umweltverschmutzung und benzinpreise macht, sollte derlei mutwillige ressourcen-verschwendung nicht auch noch ausgezeichnet werden.


aktuelle kommentare